Nach der Wahl kam Bewegung ins Pfand

Die neue Regierungskoalition kündigte Ende 2025 an, alle Umweltvorhaben zu bündeln und mit der EU-Verpackungsverordnung abzugleichen. Parallel liefen Pilotprojekte bei Discountern wie Aldi Süd und Rewe, die bereits „all-in“-Automaten testeten.
Positive Testergebnisse lieferten Rückenwind, große Handelsketten signalisierten Zustimmung – denn ein einheitliches System senkt langfristig Kosten. Damit war der Weg frei für den entscheidenden Moment, der das nervige Flaschen-Ping-Pong endgültig beenden soll.
Was der Rollout für Kunden bedeutet

Sobald die Rücknahmepflicht flächendeckend gilt, können Kundinnen und Kunden sämtliche Mehrwegflaschen samt Kisten einfach dort abgeben, wo sie ohnehin einkaufen. Die 25-Flaschen-Obergrenze mancher Automaten wird fallen, Geräte erkennen künftig Formen statt EAN-Codes – ein Segen für alle, die gemischtes Leergut zu Hause lagern.
Der Handel rechnet mit höheren Investitionen, erwartet aber zugleich mehr Kundenzufriedenheit, schnellere Leerungsintervalle und weniger illegale Müllablagerungen. Bleibt nur noch die Frage: Wann wurde das alles tatsächlich beschlossen? Die Antwort folgt im Finale.
Finale Enthüllung: Der Beschluss steht!

Am Mittwoch, 11. Februar 2026, hat das Bundeskabinett die Novelle zum Verpackungsrecht – inklusive der verpflichtenden, markenunabhängigen Mehrweg-Rücknahme – offiziell verabschiedet. Damit ist der Weg für das Ende der ungeliebten Pfandbeschränkung frei; nach der noch ausstehenden Bundestags- und Bundesratsbefassung kann die Regel voraussichtlich zum 1. August 2026 in Kraft treten.
Bis dahin rüsten Supermärkte ihre Technik auf, während Verbraucher schon jetzt den Countdown zum unkomplizierten Pfand-Alltag starten können. Und wer wissen will, welche weiteren Überraschungen die neue EU-Verpackungsordnung noch bereithält, sollte die nächsten Branchenmeldungen im Blick behalten.