Die Hitze kommt nicht einfach, sie rollt an – lautlos, gnadenlos und schneller als viele Meteorologen es in ihren extremsten Szenarien je gezeichnet haben. Schon jetzt pfeifen die Thermometer in der Mittagssonne an die 40-Grad-Grenze heran, und doch sind diese Werte nur das Vorspiel für ein Spektakel, das in den kommenden Tagen einen neuen Temperaturrekord in Europa schreiben könnte.
Mehr als nur Sommerhitze: Modelle schlagen Alarm

Die neuesten Berechnungen verschiedener Wetterdienste lassen keinen Zweifel: Eine massive Hitzewelle treibt sich über Südwesteuropa zusammen und schiebt sich mit einem heißen Rückenwind nordwärts. Satellitenbilder zeigen eine nahezu wolkenfreie Hochdruckglocke, unter der die Luft wie in einem Glaskasten gefangen bleibt – jede Stunde Sonne pumpt weitere Energie in den Boden, jede Brise ist ein laues Lüftchen ohne Kühlung.
Meteorologen sprechen bereits von einem „Jahrhundert-Setup“: Ein Schwall subtropischer Luft aus Nordafrika trifft auf einen blockierenden Hochdruckrücken, der die Hitze festnagelt. In Kombination mit trockenen Böden multipliziert sich die Aufheizung – ein Effekt, der die Unwettergefahr in den Abendstunden steigen lässt, weil darüber liegende Kaltluftschichten plötzlich kollabieren können.