Eigentlich hält sich Campino mit politischen Rundumschlägen eher zurück. Umso größer ist nun der Aufschlag, mit dem der Frontmann der Toten Hosen den Bundeskanzler ins Visier nimmt.
Erst Zuspruch, dann tiefe Ernüchterung

Campino beschreibt seinen Blick auf Friedrich Merz als eine Entwicklung, die offenbar in zwei Phasen verlief: erst wohlwollend, dann zunehmend fassungslos. Gerade weil er dem Kanzler zu Beginn nicht grundsätzlich feindlich gegenüberstand, wirken seine jetzigen Aussagen umso drastischer.
Besonders markant ist, wie persönlich der Sänger seine Enttäuschung formuliert. Er sagt: „Ich empfinde manchmal echte Scham über die Dinge, die der Merz da raushaut.“ Damit macht Campino deutlich, dass ihn nicht nur politische Inhalte stören, sondern auch der Ton und die Wirkung der Aussagen des Kanzlers.
Mit dieser klaren Abrechnung ist der Konflikt aber noch längst nicht vollständig erzählt – denn im nächsten Schritt wird deutlich, welcher Vorwurf Campino besonders hart trifft.