Heftige Reaktionen und mögliche Folgen

Kaum war die Meldung offiziell, meldeten sich internationale Beobachter zu Wort. Kirchenvertreter sprachen von einem „alarmierenden Tabubruch“, während Patientenverbände die Entscheidung als „Akt der Gnade“ bezeichneten. Besonders beachtet wird, dass das Kind selbst nicht entscheidungsfähig war; hier tragen Eltern und Ärzte die Verantwortung, was den ethischen Druck noch erhöht.
Die niederländische Regierung kündigte bereits eine Evaluierung der Regelung für Anfang 2027 an. Dabei soll geprüft werden, ob die gesetzlichen Hürden hoch genug und die Begutachtungsverfahren lückenlos sind. Befürworter hoffen, dass der Fall anderen Familien in vergleichbaren Extremsituationen Mut macht, Gegner setzen auf verschärfte Kontrollen. Eines ist jedoch sicher: Mit diesem ersten, real vollzogenen Schritt hat die Debatte um Sterbehilfe bei Minderjährigen eine völlig neue Dimension erreicht.