Maite Kelly spricht über Handyfotos und Würde
Zunächst machte die Sängerin klar, dass sie normale Fotos mit dem Handy nicht grundsätzlich problematisch findet. Sie sagte: „Dass jeder ein Foto macht, das ist alles gut. Mit den Handys, alles süß“.
Dann verwies sie jedoch auf einen Besucher im Publikum, der offenbar mit einem großen Teleobjektiv fotografierte. Genau das störte Maite Kelly. Denn auf der Bühne gebe sie alles, schwitze und bewege sich – und sehe dabei nicht in jedem Moment perfekt aus.
Sie erklärte: „Ich bin verschwitzt. Ich bin auch eine Frau. Ich bin keine eitle Frau, aber ich habe auch ein bisschen Würde und ein bisschen Stolz“. Mit diesen Worten machte sie deutlich, dass es ihr nicht um Eitelkeit ging, sondern um Respekt.
Das ist entwürdigend“

Maite Kelly schilderte, warum sie solche Nahaufnahmen als verletzend empfindet. Auf der Bühne sei sie mitten in der Performance, arbeite körperlich und emotional – und werde dabei aus nächster Nähe fotografiert.
Harte Worte über Social Media

Maite Kelly sprach auch über die Wirkung solcher Bilder in sozialen Netzwerken. Sie erklärte, dass Aufnahmen ins Internet gestellt und aus dem Kontext gezogen würden, „und ich dann fertig gemacht“ werde.
Die Kommentare im Netz seien „brutal“, sagte sie. Besonders Frauen hätten es dort oft nicht leicht. Damit sprach Maite Kelly ein Thema an, das viele Künstlerinnen kennen: Auf der Bühne wird Leistung erwartet, im Netz wird anschließend jedes Bild bewertet.