Ein brütender Sommer bringt Deutschland ins Schwitzen

Die Sonne brannte Ende Juni unerbittlich: In Köln kletterte das Thermometer auf 38 Grad, in Frankfurt stand der Asphalt knisternd unter Hitzeflimmern. Barsche Südwinde verhinderten nächtliche Abkühlung, sodass selbst in den frühen Morgenstunden noch über 25 Grad gemessen wurden. Meteorologinnen sprechen von „Tropennächten“ – sie rauben dem Körper die so wichtige Regenerationsphase.
Was das für den Alltag bedeutet, war schnell spürbar: Rettungsdienste verzeichneten in einigen Städten bis zu 30 Prozent mehr Einsätze. Kreislaufzusammenbrüche auf Bahnhöfen, dehydrierte Patientinnen in Pflegeheimen, überforderte Notaufnahmen – die Hitze traf vor allem Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen, ältere Bürgerinnen und jene, die in schlecht gekühlten Wohnungen leben.