Maya war unglaublich nervös. Wie so oft, wenn die Anspannung in ihrem Magen überhandnahm, suchte sie Trost in der Speisekarte und begann zu bestellen. Es war ihre Art, die Stille zu füllen und sich etwas vorzuspielen. Zwei verschiedene Vorspeisen erschienen auf dem Tisch, gefolgt von einem üppigen, aufwendig angerichteten Dessert für sich selbst, einem dekadenten Schokoladendessert, und mehreren Gläsern eines teuren, prickelnden Getränks, um die Nervosität endgültig zu vertreiben.
Dániel blieb den ganzen Abend über ein Gentleman. Er lächelte charmant, beantwortete berechtigte Fragen und hörte aufmerksam zu, obwohl Maya bemerkte, dass sein Blick einen kurzen Moment auf den sich ständig stapelnden Tellern auf ihrem kleinen Tisch verweilte.
Abgesehen davon verlief der Abend einfach fantastisch. Die Gespräche flossen fließend ineinander. Sie unterhielten sich angeregt über ihre Karrieren, ihre verborgenen Hobbys, die fernen Länder, die sie noch entdecken wollten, und die obskuren Filme, die sie beide liebten. Maya bemerkte, dass sie viel mehr und viel herzlicher lachte, als sie erwartet hatten. Dániel war ein geduldiger Zuhörer, scharfsinnig und intelligent. Als das Dessert serviert wurde, fühlte Maya ein warmes Gefühl in sich; sie war sich absolut sicher, dass dies eines der schönsten ersten Dates gewesen war, die sie je erlebt hatten.
Dann kam der Kellner mit der kleinen, schwarzen Karte. Die Rechnung.
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