Ein Vorfall, der nicht vergessen ist

Es war ein Moment, der für Bundeskanzler Friedrich Merz noch immer nicht erledigt ist. Bei einem Bürgerdialog im Kulturhaus Salzwedel in Sachsen-Anhalt traf der CDU-Politiker Ende April auf Silvia Dronsch, eine schwer an Hautkrebs erkrankte Frau. Was als direkte Frage aus dem Publikum begann, entwickelte sich zu einer Szene, die bundesweit für Diskussionen sorgte.
Rund 250 Bürgerinnen und Bürger waren bei der Veranstaltung anwesend, als Dronsch vor laufenden Kameras von ihrer Erkrankung sprach. Sie berichtete, dass bei ihr im Frühjahr 2025 Hautkrebs im fortgeschrittenen Stadium IV diagnostiziert worden sei. Nun warte sie auf eine Operation befallener Lymphknoten.
Doch nicht nur ihre Diagnose bewegte viele Zuschauer. Vor allem die Reaktion des Kanzlers sorgte danach für Kritik. Jetzt hat das Kanzleramt reagiert – mit einer persönlichen Fotokarte.