Experten erklären, warum manche Menschen ständig kalte Hände haben

Hier spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle. Verschiedene Nährstoffmängel können chronisch kalte Hände verursachen oder verschlimmern – und sie sind in der Bevölkerung überraschend häufig.

Eisenmangel steht dabei an erster Stelle. Eisen ist essenziell für die Bildung von Hämoglobin, dem Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff im Blut transportiert. Bei unzureichendem Eisenspiegel verschlechtert sich die Durchblutung, und die Extremitäten – Hände und Füße – sind als Erstes betroffen. Besonders häufig leiden Frauen im gebärfähigen Alter, Vegetarier und ältere Menschen.

Auch Vitamin-B12-Mangel spielt eine wichtige Rolle. Dieses Vitamin ist essenziell für die einwandfreie Funktion des peripheren Nervensystems – der Nerven, die die Hände versorgen und ihre Temperatur regulieren. Ein B12-Mangel kann Kältegefühl, Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern verursachen, was oft fälschlicherweise für eine einfache Durchblutungsstörung gehalten wird.

Omega-3-Fettsäuren, die in fettreichen Fischen, Walnüssen und Leinsamen vorkommen, wirken gefäßerweiternd – sie tragen dazu bei, dass die Blutgefäße flexibel bleiben und sich richtig erweitern. Eine Ernährung mit wenig Omega-3-Fettsäuren kann daher zu einer verminderten Durchblutung der Extremitäten beitragen.

Vitamin D, dessen Mangel in sonnenarmen Ländern sehr häufig vorkommt, spielt eine Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks und der Gefäßelastizität. Ein Mangel geht mit einer stärkeren Gefäßverengung und einer geringeren Kältetoleranz einher.

**Nahrungsmittel, die die Durchblutung auf natürliche Weise fördern**

Bestimmte Lebensmittel besitzen gefäßerweiternde und wärmende Eigenschaften, die in der Ernährungsforschung nachgewiesen sind:

— Frischer oder pulverisierter Ingwer regt die periphere Durchblutung an und wärmt die Extremitäten von innen. Ein Aufguss aus frischem Ingwer am Morgen ist eines der ältesten und wirksamsten Mittel gegen kalte Hände.

— Chilischoten und Cayennepfeffer enthalten Capsaicin, ein Molekül, das die Blutgefäße erweitert und die Durchblutung der Extremitäten erhöht. Ihre Wirkung ist schnell und messbar.

— Regelmäßig verzehrter roher Knoblauch verbessert die Fließfähigkeit des Blutes und reduziert die Neigung zu übermäßiger Gefäßverengung. Studien haben seine positive Wirkung auf die Mikrozirkulation gezeigt.

– Zimt wirkt leicht gefäßerweiternd und verbessert die Insulinsensitivität, was die Durchblutung kleiner Gefäße fördert.

– Fettreiche Fische wie Lachs, Makrele, Sardinen und Hering liefern Omega-3-Fettsäuren, die die Blutgefäßwände weicher machen und die Durchblutung tieferer Gefäße verbessern.

**Hormonelle Ursachen: bei Schilddrüsenfunktionsstörung**