Ein scheinbar harmloses Konservenglas mit Mais-Etikett verwandelte sich in den letzten Tagen in das Symbol einer neuen, hochgefährlichen Sabotage-Front zwischen Moskau und dem Westen. Die spektakuläre Festnahme eines Kuriers in Polen enthüllt ein Agentennetz, das Deutschland direkt ins Visier nahm – und dessen ganze Sprengkraft erst ganz am Ende klar wird.
Die Festnahme, die alles lostrat

Ein Routineeinsatz der polnischen Inlandsgeheimdienst-Einheit ABW endete am 2. Oktober mit der Verhaftung von Władysław G., einem mutmaßlichen Kurier für russische Nachrichtendienste. Ermittler zogen ihn nahe Warschau aus dem Verkehr – in seinem Auto: zwei banale Maisdosen, mehrere SIM-Karten und Drohnenteile.
Was zunächst wie Schmuggelware aussah, entpuppte sich rasch als tickende Zeitbombe – ein Fund, der sofort auch Deutschlands Sicherheitsbehörden alarmierte. Doch was steckte eigentlich in den unscheinbaren Dosen?