Stimmen aus der Diaspora – warum der Begriff verletzen kann

Für viele in Deutschland lebende Südasiat*innen steht „Curry“ für kulturelle Reduktion: Ein ganzes kulinarisches Universum werde auf ein gelbes Pulver eingedampft. In Interviews berichten Köchinnen, dass Gäste oft „irgendein Curry“ bestellen, egal ob es eigentlich Vindaloo, Saag oder Korma heißt.
Besonders second-generation Migrant*innen erleben den Begriff als Mikroaggression. Sie erklären, die ständige Nachfrage nach „dem besten Curry“ signalisiere Desinteresse an ihrer echten Esskultur – und erinnere daran, dass britischer Kolonialismus nicht nur Grenzen, sondern auch Worte hinterlassen hat.
Doch bleibt das nur Theorie? Ein Blick in deutsche Restaurantküchen zeigt, dass bereits gehandelt wird …