Minuten entscheiden über Leben und Tod

Als die Streifenbeamten eintreffen, beträgt die Innenraumtemperatur laut Digitalthermometer fast 50 Grad. Die Einsatzkräfte zögern nicht: Ein gezielter Schlag bricht die Scheibe, kaltes Mineralwasser aus Sportflaschen kühlt Pfoten und Brustkorb, während ein Tierarzt per Lautsprecher zugeschaltet Erste-Hilfe-Anweisungen gibt. Dass der Hund noch bei Bewusstsein ist, grenzt an Glück – erst vergangene Woche mussten Retter in Neumarkt und am Starnberger See ähnlich zurückgelassene Tiere nur noch tot bergen.
Die Crew des hinzugerufenen Tierrettungswagens bringt den Vierbeiner in eine nahe Klinik. Dort stabilisieren Infusionen Kreislauf und Nieren – Organe, die bei Überhitzung zu den ersten versagen. Die behandelnde Veterinärin warnt: „Schon ab 28 Grad Außentemperatur kann es im Auto binnen Minuten lebensgefährlich werden.“