Der langersehnte Durchbruch

Nach zahllosen Anläufen, verletzungsbedingten Rückschlägen und dramatischen Fünfsatzkrimis hat Alexander Zverev in dieser Saison endlich den Bann gebrochen. Bei seinem zehnten Start in Wimbledon stürmte der frischgebackene Paris-Champion ohne Satzverlust durch die ersten Runden. Die mahnenden Stimmen, die ihm traditionell Schwächen auf Rasen nachsagten, sind auf einmal verstummt.
Vor allem der glatte Viertelfinalsieg ließ aufhorchen: Nie zuvor hatte der 29-Jährige so souverän und gleichzeitig so gelassen gewirkt. Aufschlag, Rückhand, Netzangriffe – alles griff ineinander. Im Players’ Garden wird seither gemunkelt, er spiele „wie in einem Tunnel“, so fokussiert sei er auf sein großes Ziel: das zweite Major in Folge zu holen.