Ein knielanger Stoffsaum sorgte mitten im Hochsommer für einen kühlen Schauer in Freiburg – erst im Schwimmbecken, dann bei den Ordnungshütern. Was anfangs nach einem simplen Disput in der Umkleide klang, verwandelte sich binnen Minuten in einen handfesten Vorfall, der nun nicht nur Badegäste, sondern auch die Stadt in Atem hält.
Aufruhr am Beckenrand

Der Tag begann völlig unspektakulär: strahlender Himmel, gut gelaunte Familien auf der Liegewiese – bis die Blickachsen plötzlich auf eine Gruppe Frauen und Mädchen fielen, die knielange Baderöcke trugen. Ein Bademeister sprach die Gruppe an, verwies auf die Badeordnung und forderte sie zum Umkleiden auf.
Binnen kurzer Zeit erhitzten sich die Gemüter. Wortgefechte prallten über das Plätschern der Wasseroberfläche hinweg, Passanten zückten Handys, Kinder wurden von Eltern ans Ufer gewunken. Schließlich landete der Notruf bei der Polizei – knapp zwei Dutzend Beamte rückten an, um die Lage zu beruhigen.