Der Mann, der lieber hörte als redete

Von Einheimischen wurde er als jemand beschrieben, der im Gespräch mehr Fragen stellte, als Antworten gab. Seine Präsenz zeigte sich nicht in großen Worten, sondern in lauter Kompetenz: Wenn im Tal die Seile kontrolliert, die LVS-Geräte überprüft und die Wetterkarten studiert wurden, war er schon Stunden vorher auf dem Gletscher unterwegs gewesen.
Gerade weil er niemals das Rampenlicht suchte, genoss er lange Zeit uneingeschränktes Vertrauen bei Gästen aus Politik, Kultur und Wissenschaft. Wer in Südtirol eine unauffällige Begleitung am Berg wollte, kam an ihm nicht vorbei. Dass dieses Vertrauen nun jäh erschüttert ist, dringt an diesem Tag wie ein fernes Donnergrollen durch die Felswände.